Tipps zum Stromwechsel

Auf was sollten Sie unter anderem ein besonderes Augenmerk bezüglich des Stromanbieters bzw. beim Stromwechsel legen?

- achten Sie auf die Vertragslaufzeit
- müssen Sie komplett in Vorkasse gehen?
- monatliche oder jährliche Abschläge?
- Preisbindungen?
- bei limitierten Flatrates auf Kosten bei Überschreitung
- bei limitierten Flatrates auf Bonus bei deutlicher Unterschreitung
- wird eine einmalige Wechselgebühr verlangt?

Es gibt Stromanbieter bei denen Sie jederzeit problemlos kündigen können. In manchen Tarifen ist allerdings eine Bindung bis zu 24 Monaten vorgesehen. Teilweise geht dies einher mit einer Strompreisgarantie.
Was tatsächlich besser für Sie ist hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Einige wenige Anbieter bieten recht günstige Stromtarife bei denen Sie in Vorleistung gehen müssen. Vertragslaufzeiten von 12 – 24 Monaten sind dabei üblich.
Der Anbieter kalkuliert mit Ihnen als Kunden fest über die vereinbarte Laufzeit, was diesem Planungssicherheit gibt. Zudem kann er mit dem Geld arbeiten für das noch keine Leistung erbracht wurde.

Einen Anteil der geldwerten Vorteile werden dann sozusagen durch einen geringeren Preis an Sie weiter-/zurückgegeben.
Der Stromanbieter verlangt anstatt monatlicher Abschläge die Summe aller Abschläge in einer Zahlung bezogen auf die Laufzeit als Vorkasse.

Somit würde möglicherweise bei Abschluß eines solchen Vertrags die Stromrechnung von bis zu 2 Jahren in einem Schlag auf Sie zukommen.
Dafür besteht für die Laufzeit eine Preisgarantie. Auch hier lohnt sich genau nach zu rechnen und zu überlegen ob Sie dem Anbieter trauen. Geht dieser während der Laufzeit Pleite ist Ihr Geld weg!

Extra erwähnt werden sollen auch noch die sogenannten Flatrates.
Bei Internet-Flatrates können Sie meist eine unbegrenzte Datenmenge konsumieren.
Anders verhält es sich bei einer Stromflatrate.

Hier wird eine Obergrenze festgelegt. Sie zahlen also für ein vorher festgelegtes Maximum einen günstigeren Preis, werden aber bei Überschreitung des Maximums mit teureren Nachzahlungen konfrontiert.

Einige Stromanbieter bieten bei deutlichen Unterschreitungen eine Ausgleichszahlung an. Liegen Sie nur relativ geringfügig unter der vereinbarten Obergrenze geht das nicht verbrauchte Stromkontingent zu Ihren Lasten. Rückzahlungen werden bis auf einzelne Spezialtarife dann nicht gewährt.

Wenn Sie sich mit diesen „extra Gegebenheiten“ nicht herumschlagen möchten suchen Sie sich eben einfach den günstigsten Anbieter mit „normalen Tarifen“ heraus. Vielleicht sparen Sie dann etwas weniger sind aber auf der sicheren Seite da Sie auch alle Tarifbedingungen kennen und verstehen.

Zu erwähnen sei noch das es einige Anbieter gibt die eine einmalige Wechselgebühr verlangen. Achten Sie auf diesen Punkt!
Ebenso gibt es aber Anbieter die Ihnen einen Wechselbonus gewähren. Wenn Sie davon wirklich profitieren wollen müssten Sie meist aber jedes Jahr wechseln um nicht an anderer Stelle dann mehr zu zahlen was den Bonus „aufzehrt“.

Nicht zuletzt sei auch noch eine Kaution erwähnt die eventuell gestellt werden muss und meist um die 100 Euro beträgt. Bei vielen Anbietern pro Stromzähler, nur der Vollständigkeit halber.
Wozu? Rund 1/5 der Stromkunden sind laut einer Statistik nicht immer ganz so genau mit dem begleichen ihrer Stromrechnung. Ausfälle werden wie immer auf die „braven Zahler“ mit einkalkuliert. Durch die Kaution werden Zahlungsausfälle abgefangen und die Allgemeinheit muss nicht dafür gerade stehen. Eine vernünftige und faire Lösung wie ich meine!

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